MUSIK

Musikalische Lebenswelten bedeuten das, was Menschen als selbstverständliche Umgebung und Umwelt in Bezug auf Musik erleben. Sie stellen die Weltsicht des Individuums dar. Sie werden durch das musikalische Alltagserleben geprägt und prägen wiederum die alltägliche Umwelt des Menschen.

Die historischen und sozialen Wurzeln der Musik im Alltag sind vielfältig. Dies gilt für Gesellschaften aller Ethnien und Epochen und innerhalb dieser für zahlreiche Einzelstrukturen, da Musik einerseits eine universelle Erscheinung ist, andererseits nach innen Gesellschaften differenziert. Musik erfüllt ein Grundbedürfnis nach Fürsorge und emotionaler Hinwendung. Sie gewährt Identifikation mit der sozialen Gruppe und mit sich selbst, sie befriedigt das Bedürfnis nach Heimat und kultureller Zugehörigkeit. Darum ist sie ein Bestandteil der Lebensqualität im Alltag, in dem sie ihre Bedeutung aus ihrem Gebrauch entfaltet.

Musik schafft Heimat. Musik vermittelt. Und Musik verbindet! Die kulturellen Grundlagen der Musikverwurzelung im europäischen Kulturkreis haben sich unterschiedlich stark gehalten. Die Wurzeln der mittelalterlichen christlichen Musikkultur sind hinter dem neuzeitlichen Musikverständnis der Stände- und Fürstengesellschaft zurückgetreten, dieses hinter der bürgerlichen Musikkultur des 19. Jahrhunderts. Selbst das Kulturverständnis dieser Epoche ist nicht unverändert geblieben, es ist in anderen und neuen Formen aufgegangen, z. B. in der Event-Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts oder in der Neuen Musik, die nur ein kleiner Ausschnitt des Publikums wahrnimmt. Dem gegenüber steht die Popkultur, die die Mehrheit des Publikums rezipiert.

Um eine möglichst stilvolle und breite Palette an Musik zu verkörpern, hat Thomas Airnhof versucht, sich in vielen (und manchmal nicht endenwollenden) Trainingseinheiten über das Musical eine Schiene aufzubauen, eine Schiene, die viele subtile Musikstile oder Musikkulturen miteinander verbinden lässt. Neben Musical und Schauspiel gehörten Jazzgesang, Jazzklavier, Swingkorrepetition, sowie Austropopeinheiten zum täglichen Leben. Privat oft gehört und gespielt wurden zahlreiche Oldies und Popularmusikstücke, und bevorzugt komponiert wird anspruchsvolle Unterhaltungsmusik. Wenn Sie sich nun also fragen, was für eine Art von Musik Sie z. B. bei einer Geburtstagsfeier erwartet, dann sollten Sie mit einer längeren Antwort rechnen. Die Palette reicht, angefangen bei Pop- und popularmusikalischen Randstilen über Rock, Jazz, Swing, Evergreens und Oldies, Austropop, echter Unterhaltungsmusik und Liedermacherstil, bis hin zu Musical, Klassischen-Crossover und Musiktheater. Sollten Sie computergenerierte Musik, Techno, Trance, HipHop, Punk oder Gothik-Musik benötigen, dann kann Thomas Airnhof mit Sicherheit gute Musikerkollegen weiter empfehlen, doch von Musik, die ihm nicht liegt, lässt er selbst die Finger.

„Wenn du Musik machst, und diese dann dem Publikum veräußern willst, da musst du wissen was du tust. In diesem Augenblick muss das Publikum wissen, worum es geht, wissen, was du damit ausdrücken möchtest. In dem Moment wo du deine Musik nicht gut rüberbringst, hast du verloren! Es bringt nichts, gezwungenerweise ein Volksmusikstück krampfhaft darzubieten, wenn man selbst nicht davon überzeugt ist. Genau so wenig bringt es, krampfhaft Bon Jovi zu performen, dessen Lieder einfach klasse sind, wenn man sich in dessen hohen Tonlagen mit der Stimme nicht zurecht findet. Man liefe ständig dem Ton hinterher und enttäusche damit seine eigenen Zuhörer. Nein, das Wichtigste ist, auch vor einer kleinen Zahl an Zuhörern und Fans solide und authentisch seine eigenen Lieder und Fremdinterpretationen darzubieten, und das kann man zum Teil nur mit vielen Proben und Training, und indessen nur, wenn man seine Songs geschickt wählt und von allem, was auf Anhieb nicht passt, die Finger lässt.“ Thomas Airnhof, Juni 2007

„Musik ist das, was uns den täglichen Gang in die ungewisse Zunkunft erleichtert! Musik ist Sprache - Musik ist Leben! Fangen wir damit an!“ Thomas Airnhof, Dezember 2007 („Dezemberlieder“)